Rundbriefe

Rundbrief Januar 2019

Freude – unerwartete Freude. Das drückt dieses Bild aus.

Liebe Spender, dieses Jahr waren wir an einigen Schulen, an denen wir noch nie waren. Entsprechend überrascht waren die Kinder als sie beschenkt wurden. Und für uns war es schön die Freude zu sehen, die beim sofortigen Auspacken herrschte. Einige Schüler, die schon Schulschluß hatten, nahmen die Päckchen nicht ungeöffnet nach Hause. Nein, sie wurden noch auf den Stufen des Schulhauses geöffnet.

 

Das nächste Bild zeigt nicht eine Klasse, sondern die ganze Schule. Ältere Schüler sind bereits auf weiterführenden Schulen, jüngere kommen nicht nach, weil die Elterngeneration im Ausland arbeitet. Die gleiche Situation haben wir auf den Dörfern erlebt. Kaum Kinder, meist alte Menschen. In einem Dorf, in das wir schon viele Jahre werden es Jahr für Jahr weniger Menschen. Irgendwann wird dieses Dorf bestimmt aufgegeben, weil auch niemand mehr die Felder und Wiesen und Bäume pflegen kann.

In Lopare haben wir seit Jahren eine größere Verteilstelle. Allein hier haben wir 540 Lebensmittelpakete und kleine Familiengeschenke ausgegeben. Hierher kommen Leute aus 22 Dörfern um ihre Pakete abzuholen. Sie wurden dafür schon im Vorfeld vom örtlichen Sozialamt informiert. Leider hatten wir an diesem Tag wieder schlechtes Wetter. Letztes Jahr hat es geschneit, dieses Jahr geregnet. Dennoch haben die Menschen geduldig ausgeharrt, bis sie ihr Paket in Empfang nehmen konnten.

Mehr Bilder können Sie unter www.foundation-ev.de/bosnien/galerie ansehen.

Ich danke Ihnen, daß wir mit ihrer Hilfe Freude und Hoffnung zu Menschen bringen konnten, an die sonst niemand denkt.

Ich wünsche Ihnen noch nachträglich ein gutes, neues Jahr

M. Gwinner

2. Vorsitzender

Rundbrief Oktober 2018 – 25 Jahre Humanitäre Hilfe

Liebe Spender

Traditionell haben wir heute am Erntedank-Sonntag unsere Sammelaktion eröffnet. In Bosnien ist heute Wahltag. Das Parlament, die Präsidenten (Bosnien hat drei – für jede Ethnie einen) und zahlreiche Regionalparlamente. Transparency International beurteilt die Lage wie folgt. In der Vergangenheit wurden vor den Wahlen Drohungen, Druck auf Wähler und Stimmenkäufe subtil gehandhabt. Dieses Mal finden diese Missbräuche vollkommen offen statt. Man darf auf den Ausgang gespannt sein.

Dabei wären genug Aufgaben da. Das Gesundheitssystem ist am kollabieren, die Infrastruktur ist marode und das Bildungssystem funktioniert immer schlechter.

Bei der Jugend gab es letztes Jahr eine Arbeitslosenrate von 54,8 %. Kein Wunder, dass viele ihr Heil im Ausland suchen. Zurück bleiben die Alten. Wer keine Verwandten im Ausland hat, hat es schwer. Die durchschnittliche Rente beträgt € 150,–.Eine Rentnerin sagt dazu: „Wenn ich nicht anschreiben lassen könnte, würde ich nicht über den Monat kommen.“

So wollen wir auch dieses Jahr wieder mit unseren Paketen die Dörfer besuchen und den Menschen ein bisschen Hoffnung bringen. Neben der materiellen Hilfe ist es auch die Gewissheit, dass sie nicht vergessen sind. Ebenso werden wir dieses Mal vor allem kleinere dörfliche Schulen besuchen und den Kindern dort mit ihren Paketen eine vorweihnachtliche Freude bereiten.

Dieses Jahr dürfen wir auf 25 Jahre ehrenamtliche Arbeit zurückblicken. Dank ihrer Spenden konnten wir einiges bewegen. Und die Menschen in Ost- und Südosteuropa brauchen weiter unsere Hilfe. Und wir werden weiter vor Ort sein um ein Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen zu haben.

Ich würde mich freuen, wenn sie uns dabei weiter unterstützen. Falls Sie ein Paket für Kinder packen wollen, dann nutzen Sie bitte diese Anleitung. Hinweise zu Paketen mit Lebensmitteln finden Sie unter diesem Link.

Herzliche Grüße

M. Gwinner

2. Vorsitzender

Rundbrief Dezember 2017

Liebe Spender,

Anfang Dezember haben wir wieder unsere Bosnien Tour durchgeführt. Dieses Jahr war vom Wetter her alles dabei. Vom schönsten Sonnenschein bis zu dicken Schneeflocken. Der Schnee kam ausgerechnet an einem Tag, an dem viele Menschen aus den umliegenden Dörfern zu unserer Verteilstelle kamen. Doch alle harrten geduldig aus bis jeder sein Paket in Empfang nehmen konnte. Für die Kinder gab es kleine Spielsachen und Süßigkeiten.
Obwohl sich über die Jahre eine positive Routine eingestellt hat, gibt es doch jedes Jahr Einzelereignisse, die bewegen.

Auch dieses Jahr waren wir in Roma-Siedlungen in Tuzla. Wir stellten fest, dass jetzt dort doch deutlich mehr Menschen leben, als die Jahre vorher. Wir erfuhren, dass viele aus Deutschland zurückgekehrt sind, weil sie kein Bleiberecht erhalten hatten. Es herrschte aber wenig Bitterkeit, weil es hieß: lieber eine gewisse Zeit in Deutschland sein, als hier.
Eine junge Frau sprach uns an, ob es für sie Möglichkeiten gäbe, wieder auf die Schule zu gehen. Sie hatte in Deutschland einen Sprachkurs gemacht, dann eine Lehre angefangen und musste dann zurück. In Bosnien gibt es für sie keine Aussicht auf Schule oder Arbeit.

Eine andere Begegnung war noch eindringlicher. An diesem schneereichen Tag verteilten wir noch am späteren Nachmittag in Krepsic. Dieses Dorf war vor vier Jahren stark vom Hochwasser betroffen. Seit dem sind wir regelmäßig dort.
Als nun die Verteilung durchgeführt wurde, deutete ein Mann neben mir auf eine ältere Dame, die dort mit ihrem Schubkarren stand. „Diese Frau ist 94 Jahre alt.“ Die Frau erhielt ihr Paket, neben ein paar anderen Kleinigkeiten und machte sich dann mit ihrem Schubkarren wieder auf den Heimweg. Ich fragte mich, was das für eine Situation ist, wenn sich ein alter Mensch durch Eis und Schnee aufmachen muß um ein Paket mit Lebensmitteln zu erhalten.
Das alles zeigt, dass wir am richtigen Ort sind und unsere Arbeit wichtig ist.

Liebe Spender, ich danke ihnen für ihre Großzügigkeit. Dadurch konnten wir auch dieses Jahr ein Zeichen der Hoffnung setzen

Herzliche Grüße

Manfred Gwinner

Rundbrief Oktober 2017

Liebe Spender,

gestern haben wir das Erntedankfest in Deutschland gefeiert. Dieses Jahr haben wir erlebt, wie Extrem-Wetterlagen Einfluß auf die Ernte nehmen. Vor allem die Obstbauern mußten empfindliche Einbußen hinnehmen.Die Bauern in den Balkanregionen hatten wochenlang mit Temperaturen um die 40°C zu kämpfen. Es bleibt noch abzuwarten in wieweit sich diese Einbußen auf die Preise auswirken wird.
Noch immer ist die Arbeitslosigkeit hoch und nur wenige haben ein geregeltes Einkommen. Die Löhne sind gering. Ein Ingenieur muß mit € 200-300 zufrieden sein. Und selbst bei diesen Verdienstniveaus wird versucht die Löhne zu drücken. Zu viele suchen eine Arbeit und müssen sich unter Wert verkaufen.

Oder sie versuchen woanders ihr Glück. Mittlerweile leben 54% der Bosnier im Ausland. Zurück bleiben die Alten, deren Rente kaum für das Nötigste reicht. In den Dörfern sieht man auch kaum Kinder oder junge Familien. Hier wollen wir unterstützend eingreifen. Wir wissen auch durch Gespräche, daß viele darauf hoffen, daß wir dieses Jahr wieder in ihr Dorf kommen.

Darüber hinaus wollen wir den Schülern von Brcko eine weihnachtliche Freude bereiten. Die Klassen 1-5 sollen ein Päckchen erhalten. Die Lehrer erzählen uns, daß in der Woche vor unsere Ankunft kaum ein Unterricht möglich ist. Jeder Lieferwagen erregt die Aufmerksamkeit der Schüler und sie hoffen, daß der Wagen auf ihren Schulhof einbiegt.

Liebe Spender, ich würde mich freuen, wenn Sie auch dieses Jahr unsere Aktion durch eine Geldspende oder ein Paket unterstützen.

Falls Sie ein Paket für Kinder packen wollen, dann nutzen Sie bitte diese Anleitung. Hinweise zu Paketen mit Lebensmitteln finden Sie unter diesem Link.

Herzlichen Dank

Manfred Gwinner

2. Vorsitzender